Was der „Lesezirkel“ Stuttgart und das „Automuseum Nordsee“ gemeinsam haben
Ferdinand Klein, genannt „Ferdi“, stammt aus dem Stuttgarter Stadtteil Hedelfingen und ist in Stuttgart Vorsitzender des „Stuttgarter Lesezirkels“. Jedoch im und in Norden – in der Nähe von Norddeich – ist er Museumsdirektor des „Automuseums Nordsee“ sowie des dazugehörigen Spielzeugmuseums mit einer 100-jährigen Sammlungsgeschichte.

Unter den ausgestellten Fahrzeugen finden sich einige besondere Highlights: ein VfB-Trabant, der Felix Magath – VfB-Trainer von 2001 bis 2004 – zum 50. Geburtstag überreicht wurde, sowie der Mercedes, in dem Hanns Martin Schleyer am 5. September 1977 von der RAF ermordet wurde. Auch dieses Fahrzeug steht im Museum. Zu sehen sind zudem die Originalautos von Rudi Völler und Berti Vogts, der Original-Mercedes von Mireille Mathieu, das Filmauto aus „Fast and Furious“ sowie ein Herbie-VW-Käfer, Baujahr 1953. Ergänzt wird die Sammlung durch eine Sonderausstellung zur DDR.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Exponate aus Stuttgart zu bestaunen: Autos und Motorräder aus Kornwestheim sowie historische Werbeschilder Stuttgarter Marken wie Wulle Bier, Stuttgarter Hofbräu, Dinkelacker und Killesberg. Zusammengetragen wurde die Sammlung ursprünglich von Vater Michael Klein, der inzwischen verstorben ist – sein Sohn Ferdinand hat das Museum übernommen und weitergeführt.

Zur Entstehungsgeschichte berichtet Ferdi: „Im Jahr 2000 war ich hier im Urlaub. Dieser Bauernhof stand nach einem Brand leer. Ich machte mit meinen Eltern Urlaub und kam zu diesem Gebäude – damals war die komplette Sammlung noch in Stuttgart und der Region auf mehrere Gebäude verteilt gelagert.“ So wurde schließlich alles aus Stuttgart in den Norden gebracht. Anfang 2002 wurde das Museum eröffnet. Ursprünglich ist es geplant gewesen, das Museum in Stuttgart selbst zu errichten, doch es fand sich weder ein bezahlbares Objekt noch überhaupt eine geeignete Möglichkeit vor Ort.

Insgesamt sind heute mehr als 70 Fahrzeuge, sowie mehr als 50 Motorräder und über 60.000 Einzelteile auf 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu sehen. Für den Museumsbesuch sollten Besucher im Durchschnitt etwa zwei Stunden einplanen. Ferdi Klein pendelt übrigens siebenmal im Jahr zwischen Stuttgart und dem Norden; pro Aufenthalt bleibt er im Schnitt zwei bis drei Nächte vor Ort.
Mehr Infos im Web unter: www.automuseum-nordsee.de, Tel. 04931-9187911














