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Benediktiner-Kloster Sant Pere de Rodes
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auf dem Wanderweg finden sich unvergeßliche Fotomotive
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auch mit dem Rad ist der Jakobsweg befahrbar
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die alte Augustiner-Abtei Santa Maria de Vilabertran
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Girona bannt mit seiner kulturellen Vielfalt jeden Besucher
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romanischer Kirchenstil in Girona
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Kloster Sant Pere de Casserres
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Vic hat ein historisches Erbe
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das episkopale Museum in Vic
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Monserrat - das Highlight des Jakobweges
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Der Jakobsweg in Spanien - mehr als nur ein Weg
Der Jakobsweg ist weltweit bekannt - doch kennen Sie ihn auch schon persönlich? Nicht erst seit Hape Kerkelings „ich bin dann mal weg“ tritt diese touristisch voll erschlossene Urlaubsregion immer mehr in den Fokus. Die Fotoagentur Stuttgart war nun für Sie vor Ort, um den Jakobsweg von der Costa Brava bs nach Montserrat zu erkunden. Wir finden: es ist ein einmaliges Erlebnis, das man erwandert haben muss! Der Jakobsweg besitzt in diesem zweiten Abschnitt zwei Ausgangspunkte: erstens einen historischen, der von Coll de Panissars (la Jonquera) mit einzelnen Verbindungen, welche diese Route im katalanischen Norden verlängern und ihr eine gewisse Kontinuität geben. Der zweite Ausgangspunkt ist Port de la Selva, in der Nähe des Mittelmeers. Von dort aus kann man sich auf mittelalterlichen Wegen nach Sant Pere de Rodes treiben lassen. Diese Route galt früher als “Hauptarm” zwischen dem galizischen und dem katalanischen Jakobsweg, der mit einer Länge von 400 km das Land vom äußersten Osten bis hin zur westlichen Grenze durchzieht. Eine Distanz, die zu Fuß in 15 Tagen zurückgelegt werden kann, zumindest wenn man eine tägliche Wegstrecke von 25 km einplant. Der Weg ist an dieser Stelle äußerst attraktiv, mit einer Fülle von Denkmälern und Kultur, viele stehen in Verbindung mit der jakobischen Ikonographie.
Wir haben unsere Tour eigentlich in Barcelona begonnen - denn die quirrlige Katalonenstadt ist bestens mit Fluglinien ausgestattet, die einen preiswert und schnell nach Spanien bringen. Und so geht es nach dem Check-Out am besten per Bahn oder Auto in den Norden entlang der Costa Brava, um den Einstieg in den Jakobsweg am Benediktiner-Kloster Sant Pere de Rodes in der antiken Grafschaft d‘Empúries zu finden. Girona liegt nicht weit ab, dies zur Orientierung. Das Kloster (siehe Bilder rechts) wurde im Gebirge von Verdera, auf einer Bergterrasse der gleichnamigen Burg gebaut. Die Burg bot dem Kloster dadurch lange Zeit Schutz und Sicherheit. Von den Ruinen aus hat man einen besonderen Blick bis an die Küste mit ihren Buchten und der schönen Landschaft und bis zum Cap de Creus. Noch bevor das Kloster erreicht wird, sind Reste der antiken Stadt Sante Creu de Rodes, aus welchen sich die Kirche von Santa Helena de Rodes hervorhebt, zu erkennen. Wer Ankunft und den ersten Reisetag in einem durchgeführt hat, sollte nun sich eine Bleibe suchen. Wahre Pilger suchen sich eine Herberge, wer es gerne ein wenig luxuriöser mag, nächtigt z.B. im Hotel La Font a Peralada (www.hostaldelafont.com.es).
Am nächsten Tag stand bei uns ein weiteres Kloster auf dem Reiseplan - dies ist aber auch auf einem religiösen Pilgerpfad wie dem Jakobsweg das MUSS der Tour. Besonders sehenswert ist hier die Abtei Santa Maria de Vilabertran. Das ehemalige Augustinerchorherrenstift ist hervorragend erhalten und beeindruckt insbesondere durch die Kirche aus dem 11. Jahrhundert, den Glockenturm (12. Jahrhundert) in lombardischem Stil und den benachbarten Kreuzgang aus dem 12. und 13. Jahrhundert. In einer der Kapellen wird ein Kreuz aus dem 14. Jahrhundert aufbewahrt, das als ein Meisterwerk katalanischer Goldschmiedekunst gilt. Im Jahr 1295 fand in der Kirche des damaligen Klosters die Trauung von König Jakob II. und Blanca von Anjou statt. Heute wird in der Basilika jedes Jahr ein Festival der klassischen Musik, die Schubertiade, veranstaltet.
Girona hat den Glanz seiner Vergangenheit wiedererlangt. In der Umgebung der Kathedrale sind die Denkmäler der antiken Stadt zu finden: die arabischen Bäder ebenso wie das historische Judenviertel, die Jugendstilarchitektur von Rafael Masó, sowie romanische Kirchen und Benediktinerklöster. Zu den größten Reizen Gironas zählt das Ambiente der ruhigen Straßen und Plätze, auf denen sich eine gemächliche, ruhige Lebensweise erhalten hat. Wer das Stadtleben und dessen Sommerhitze nicht mag, dem empfehlen wir die Fahrt zum Wanderweg rund um das malerische Els Hostalets d‘en Bas mit seiner malerischen Kirche Sant Miguel de Falgars. Ganz in der Nähe liegt auch das empfehlenswerte Hotel Mas Albareda (www.masalbereda.com). Ein anschließender Ausflug zum antiken Benediktiner-Kloster Sant Pere de Casserres (www.santperedecasserres.com) an der Stadtgrenze von Masies de Roda ist nicht nur wegen seiner Architektur besonders sehenswert, vielmehr fasziniert hier auch die stark ausgeprägte Flussenge des Ter mit dem Stausee Pantá de Sau. Dieser sorgt auch für das kräftige Grün der Region.
Vic überrascht mit der Vielfalt seines historischen Erbes: dem romanischen Tempel, der Kathedrale, der (Stadt)-auer, der Barockkirche, der Wandmalerei von J.M. Sert und ist bekannt für sein episkopales Museum, das eines der besten Kollektionen der romanischen sowie gotischen Kunst enthält. Im Mittelalter war Vic ein wichtiges Zentrum für Handel und Kultur. Heute ist es eine Stadt mit 40.000 Einwohnern und die Hauptstadt des Landkreises. Dienstags und samstags ist die Plaça Major gefüllt mit Menschen, die auf dem traditionellen Markt einkaufen oder einfach nur durch die Stadt schlendern. Aber auch an anderen Tagen werden Produkte angeboten, die aus der Region kommen, insbesondere la Llonganissa. Die Umgebung der Stadt ist ideal um eine Fahrt mit dem Heißluftballon auszuprobieren oder um die Gegend zu erkunden, z.B. auch mit dem Mountainbike. Den unbändigen Appetit auf die spanische Küche stillt man in Girona am besten im Restaurant Ca l‘U (www.restaurantcalu.com).
Relativ neu auf dem Jakobsweg ist das Kloster Món St Benet: es wurde im November 2007 eröffnet. Món Sant Benet ist von einer wunderschönen Landschaft umgeben und verschmilzt förmlich mit dieser. Das Kloster kann als ein katalanisches Unikat bezeichnet werden.
Montserrat (www.montserratvisita.com) - hier handelt es sich nicht nur um einen Naturpark, in dem die Patronin von Katalonien verehrt wird. Im Herzen von Katalonien erstreckt sich das Gebirge von Montserrat, dem „gesägten Berg“. Die grauen Felsen ragen in den blauen Himmel und ergeben ein einzigartiges Bild. In diesem Naturpark, der reich an Kiefern und alten Eichenbäumen ist, finden sich auch einige Tierarten, wie z.B. Eichhörnchen und Wildschweine. Dem Besucher bietet sich hier in Montserrat ein unglaubliches Panorama. Viele Wanderwege sorgen für abwechslungsreiche Routen. Unterhalb des östlichen Gipfels befindet sich das Benediktinerkloster Montserrat, in dem das majestätische Heiligtum aufbewahrt wird: die Moreneta, eine Holzskulptur der Madonna im romanischen Stil, aus dem 12. Jahrhundert. Montserrat beherbergt außerdem ein Museum mit Werken von herausragenden Künstlern wie Picasso, Dalí und El Greco.
Unser Besuch des Jakobsweg endet hier - weitergehen kann man ihn natürlich bis Santiago de Compostela!
Fotos& Text: Andreas Rosar, Fotoagentur-Stuttgart.de
weitere Infos: www.catalunya.com