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Bärenstark: kleiner Eisbär in der Wilhelma!
“Wilbär” bringt Wilhelma auf den Bär

Wilbär aus der Wilhelma
"Wilbär" hatte einen wesentlich ruhigeren Start ins Leben als "Knut" und "Flocke"
Wilbär aus der Wilhelma
Stuttgart (06.03.2008) - lang gehegter Traum der Wilhelma wurde wahr: Ein junger Eisbär wächst bei seiner Mutter auf! Bei der Geburt am 10. Dezember vergangenen Jahres war „Wilbär“ blind, taub, fast nackt und kaum größer als ein Meerschweinchen. Wie in der Natur gab es wochenlang nichts anderes als schützendes Dämmerlicht und von Mutter „Corinna“ Wärme, Milch und beruhigendes Gebrummel. Nur ein Kameraauge wachte über die kleine Eisbärenfamilie – selbst die Pfleger blieben außen vor. Und um „Corinna“ jeglichen Trubel zu ersparen, durfte niemand von dem Bärchen wissen – Mutter Eisbär sollte sich jederzeit sicher fühlen in ihrer Wurfbox. Jeder Tag ungestörter Mutter-Kind-Bindung ließ die Hoffnung wachsen, es könnte diesmal gut gehen, das kräftige Quäken des Kleinen war jedenfalls ein gutes Zeichen für seine Fitness. Erst nach Wochen ließen sich die Pfleger bei „Corinna“ wieder blicken und erfüllten ihre Wünsche bezüglich Verpflegung und Kehrwoche – zu dem Zeitpunkt trug „Wilbär“ bereits ein flauschiges Babyfell und robbte fleißig in der Wurfbox herum. Mutter dient nun nebenbei auch noch als Klettergerüst – all das trainiert die Muskeln für das Verlassen der Wurfbox. „Corinna“ passt sehr gut auf ihr Söhnchen auf, aber der erste Ausflug ins Freie wird wohl erst im Mai stattfinden.

Da Eisbären in den ersten Monaten nicht kaltwassertauglich sind und es auf der Eisbärenanlage der Wilhelma kein Kinderplanschbecken gibt, gilt es, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Um den Besuchern aber trotzdem einen Blick auf „Corinna“ und „Wilbär“ zu ermöglichen, ist im Haus der Biber und Otter ein Monitor montiert, der Bilder aus der Wurfbox liefert. Dass „Wilbär“ ein Junge ist, wissen die Verantwortlichen in der Wilhelma übrigens erst seit dem ersten Impftermin des kleinen Eisbären, dessen Name eine Kombination aus Wilhelma und Eisbär ist und zudem noch einen kleinen Hinweis auf den Altdirektor Wilbert Neugebauer enthält, zu dessen aktiver Zeit die Bärenanlage geplant wurde. Weitere Informationen können seit Freitag, den 29. Februar laufend über die Homepage www.wilhelma.de abgerufen werden. Und schlussendlich könnte man ja auch Papa „Anton“ den einen oder anderen Blick gönnen – er hat bärenty-Wilhelmapisch mit dem Familienleben nichts am Hut und tummelt sich in gewohnter Weise auf seiner Außenanlage.

Wilhelma
der zoologisch-botanische Garten
70342 Stuttgart-Bad Cannstatt

Die Wilhelma ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet: Einlass ab 8.15 Uhr bis - je nach Monat - zwischen 16.00 und 18.00 Uhr.

Fotos und Text: Wilhelma Stuttgart