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Besucher seit dem 01.01.07


50.000 VfB-Fußbalfans kamen zum Testspiel gegen den FC Arsenal (1:3)
Umbenennung des Gottlieb-Daimler-Stadion zur Mercedes-Benz-Arena

Mercedes Benz Arena
Mercedes Benz Arena
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Stuttgart (31.07.2008) - Bevor die Spieler des VfB Stuttgart zum Freundschaftsspiel gegen den FC Arsenal London antraten, gehörte das Spielfeld rund 800 Kindern aus Stuttgart und Umgebung. Mit jeweils einem großen Schild in der Hand liefen die Acht- bis Zwölfjährigen auf den Rasen. Sie reihten sich zu einem großen Rechteck auf und stimmten die rund 50.000 Besucher auf die Umbenennung des Stadions ein. Aus den 800 Schildern entstanden das VfB-Wappen, der Mercedes-Stern und das Wappen der Stadt Stuttgart. Auf ein gemeinsames Zeichen von VfB-Präsident Erwin Staudt, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und Dr. Klaus Maier, Executive Vice President Sales & Marketing Mercedes-Benz Cars, drehten alle Kinder die Schilder um und bildeten den neuen Namen des Stuttgarter Stadions - Mercedes-Benz Arena.

Das erste Spiel in der neuen Mercedes-Benz Arena hatte es gleich in sich. Schließlich empfing der VfB am heutigen Mittwochabend das englische Spitzenteam des FC Arsenal London zu einem echten Härtetest vor der in etwas mehr als zwei Wochen startenden neuen Bundesligasaison. Vor fast ausverkauftem Hause trat das Team von Trainer Armin Veh dabei erstmals nahezu in Bestbesetzung an. Denn lediglich Ricardo Osorio und Cacau mussten wegen Adduktorenproblemen passen. Mit dabei waren derweil erstmals die Neuzugänge Jens Lehmann, für den das Duell gegen seinen Ex-Club natürlich eine ganz besondere Partie war, und Khalid Boulahrouz sowie die ebenfalls erst verspätet ins Training eingestiegenen Vize-Europameister Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez. Der ehemalige England-Legionär Hitzlsperger feierte indes Premiere als Kapitän und führte das VfB-Team gegen die "Gunners" auf das Feld.
Unter der Leitung von FIFA-Schiedsrichter Knut Kircher aus Rottenburg dauerte es trotz einer munteren Anfangsphase zehn Minuten bis zur ersten Möglichkeit. Ein Steilpass erreichte Robin van Persie in halbrechter Strafraumposition, weil die Abseitsfalle des VfB nicht zugeschnappt war, doch der Holländer scheiterte mit einem frechen Heber an seinem aufmerksamen Ex-Kollegen Jens Lehmann, der für seine erste Großtat im VfB-Trikot umgehend mit viel Applaus bedacht wurde. Ciprian Marica war derweil für die erste VfB-Chance verantwortlich. Zunächst drang der Rumäne über die rechte Seite in den Strafraum ein, brachte sein Zuspiel ins Zentrum gegen die aufmerksame Arsenal-Defensive jedoch nicht an den Mann. Und kurz darauf setzte der VfB-Angreifer einen 20-Meter-Schuss ans Außennetz, auch weil Manuel Almunia im Tor von Arsenal noch seine Fingerspitzen an die Kugel brachte. Die Antwort gab Samir Nasri ebenfalls aus der Distanz, allerdings flog der Ball des Franzosen über das VfB-Tor. Mitte des ersten Durchgangs zeigte dann Jens Lehmann zum zweiten Mal, warum er ein Weltklassekeeper ist.

Robin van Persie spielte im Strafraum kurz ab auf Theo Walcott, dessen Schuss der neue VfB-Schlussmann mit einer Glanzparade über die Latte lenken konnte. Trotz einiger weiterer gelungener Aktionen sollte es letztlich torlos in die Kabinen gehen.

Bastürks Führungstor konterte Arsenal dreifach

Nachdem Mario Gomez zunächst per Kopf und wenig später auch aus der Distanz das Ziel im zweiten Durchgang noch verfehlt hatte, machte es der zur Pause eingewechselte Yildiray Bastürk nach 51 Minuten besser. Auf Pass des ebenfalls neu gekommenen Martin Lanig traf der Türke durch die Beine von William Gallas per Flachschuss zum viel umjubelten 1:0 für die Veh-Elf. Mario Gomez verpasste wenig später ein Zuspiel von Thomas Hitzlsperger in die Tiefe nur um Haaresbreite und damit auch eine höhere Führung. Statt 2:0 hieß es nach 58 Minuten 1:1. Nicklas Bendtner spielte Carlos Vela frei, der allerdings aus Abseitsposition zum Ausgleich verwandeln konnte. Der Mexikaner umdribbelte den chancenlosen Jens Lehmann und traf dann via Lattenunterkante ins VfB-Tor. Martin Lanigs Versuch einer Antwort in Form eines Distanzschusses verfehlte knapp fünf Minuten später dann das Ziel. Besser machte es nach 65 Minuten Nicklas Bendtner auf der anderen Seite. Der Däne spielte Doppelpass mit Carlos Vela, setzte sich im Strafraum robust durch und versenkte die Kugel letztlich platziert im rechten Eck zum 1:2. Das Spiel war indes nach vielen Wechseln auf beiden Seiten Mitte der zweiten Hälfte längst nicht mehr auf dem Niveau der ersten 60 Minuten. Viele Fehler prägten nunmehr den Spielverlauf. Und einen solchen nutzte der erst 16-jährige Jack Wilshere nach 73 Minuten gar zum 3:1 der "Gunners", als er aus zwölf Metern mit einem satten Schuss vollendete. Auch Gaël Clichy hatte danach noch eine Chance, allerdings verzog der französische Linksverteidiger letztlich um einen guten Meter. Für den VfB versuchte sich kurz vor Schluss noch Danijel Ljuboja, der jedoch in Lukasz Fabianski zunächst mit einem Distanzschuss und wenig später nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung auch aus Nahdistanz seinen Meister fand.
Armin Veh sagte nach dem Spiel: "Solange wir die Ordnung hatten, war es ein ordentliches Spiel von uns, das für eine Freundschaftspartie auch richtig Klasse hatte. Gegen Ende hat man dann die Klasse der Arsenal-Spieler gesehen. Da müssen meine jungen Spieler einfach noch lernen."
Ein Feuerwerk über dem Stuttgarter Nachthimmel schloss schließlich nicht nur das Freundschaftsspiel gegen den FC Arsenal, sondern auch einen - vom Spielergebnis einmal abgesehen - rundum gelungenen Tag beim Saison Opening 2008 in einem würdigen Rahmen ab.

Die Mannschaften spielten wie folgt:

VfB Stuttgart: Lehmann - Boulahrouz, Tasci (75. R. Schuster), Delpierre (46. Träsch), Boka (46. Magnin) - Hilbert (46. Lanig), Pardo (46. Khedira), Simak (46. Bastürk), Hitzlsperger (63. Rudy) - Marica (46. Ljuboja), Gomez (63. Morys)

FC Arsenal London: Almunia (46. Fabianski) - Sagna (78. G. Hoyte), Djourou (46. J. Hoyte), Gallas, Clichy - Walcott (78. Randall), Eboué (61. Ramsey), Denilson (86. Lansbury), Nasri (61. Wilshere) - van Persie (46. Vela (86. Simpson)), Adebayor (46. Bendtner)

Text: VfB Stuttgart
Fotos: Andreas Rosar

weitere Informationen zur neuen Mercedes-Benz-Arena finden Sie auch im Internet: www.gottlieb-daimler-stadion.de