© Fotoagentur Rosar Stuttgart

Site Navigation



Besucher seit dem 01.01.07


161. Cannstatter Volksfest
ab 23. September 16 Tage Spektakel auf dem Wasen

Stuttgart - Vom 23. September bis 8. Oktober 2006 wird der Cannstatter Wasen in Stuttgart zum Treffpunkt für das größte Schaustellerfest Europas. Mehr als 300 Schaustellerbetriebe und Festwirte sorgen beim 161. Cannstatter Volksfest für eine unverwechselbare Atmosphäre. Volksfest – das ist Tradition und Moderne. Dazu gehören die festlich geschmückten Bierzelte mit Musik, Maßkrug und Göckele, die Kinderkarussells mit ihren Feuerwehr- und Polizeiautos, die atemberaubenden Fahrgeschäfte bei denen die Menschen „in die Luft gehen“, die Losbuden mit ihren Gewinnen, das Riesenrad mit seinem prächtigen Ausblick, die verlockenden Düfte nach Zuckerwatte und gebrannten Mandeln, die prächtig geschmückte Fruchtsäule und, und, und...

In diesem Jahr vereinen sich Tradition und Moderne gleich zwei Mal auf dem Wasen, denn parallel zur ersten Volksfestwoche öffnet auch das Landwirtschaftliche Hauptfest vom 23. September bis 1. Oktober seine Pforten. Die größte südwestdeutsche Agrarmesse, die ab 2006 im vierjährigen Turnus stattfindet, präsentiert sich mit einem breiten Angebot an Informationen und Unterhaltung dem landwirtschaftlichen Fachpublikum, aber gezielt auch den Verbrauchern.

Beide Feste werden in einem gemeinsamen Festakt am 23. September um 11 Uhr im Dinkelacker-Festzelt eröffnet. Traditionell übernimmt Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster während der Eröffnungsfeier den Anstich des ersten Bierfasses. Nach Eröffnungsreden, Fassanstich und einigen musikalischen, tänzerischen und humorvollen Einlagen geht es auf dem Wasen rund: Das Riesenrad dreht sich und der Volksfest-Spaß kann beginnen.

Das Eröffnungswochenende bietet mit dem Großen Festumzug am Sonntag, 24. September, ab 11 Uhr einen ganz besonderen Höhepunkt, mit dem die Geschichte des Cannstatter Volksfestes 1818 seinen Anfang genommen hatte: Rund 3.500 Teilnehmer und mehr als 50 prunkvoll geschmückte Brauerei- und Festwagen aus dem ganzen Land starten am Kursaal und ziehen anschließend quer durch die Innenstadt Bad Cannstatts bis zum Wasen. Das Landwirtschaftliche Hauptfest ist in diesem Jahr ebenfalls im Festzug vertreten und bildet mit historischen landwirtschaftlichen Fahrzeugen die Vorhut des Umzugs.

Täglich ein abwechslungsreiches Programm auf dem Wasen
Vom 23. September bis 8. Oktober 2006 lockt das Volksfest mit seinen vielen Attraktionen die Besucher aus aller Welt an. Geöffnet ist das Fest von Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 23 Uhr, am Freitag, Samstag und vor Feiertagen immer von 11 bis 24 Uhr. Alle Generationen kommen beim Volksfestbesuch auf ihre Kosten, sei es in einem der rasanten Fahrgeschäfte, in der Geisterbahn oder auf dem Krämermarkt, auf dem es bei einem Einkaufsbummel viele Besonderheiten zu entdecken gibt.

Vom „Maxximum“ bis zum Krämermarkt
Voksfestzeit ist die Zeit für all jene, die schwindelfrei und nervenstark sind. Diese Fähigkeiten können zum Beispiel im „Maxximum“ der Firma Jolliet, das erstmals auf dem Volksfest vertreten ist, unter Beweis gestellt werden: Ein 52 Meter hoher Mast, an dessen Ende eine Gondel für acht Personen befestigt ist, schwingt sich immer schneller und immer weiter in die Höhe. Ab einer gewissen Höhe beginnt sich die Gondel um 360 Grad zu drehen und ab geht die Loopingfahrt!

Wer sein Ticket für eine Runde mit dem „Commander“ löst, stellt hohe Anforderungen an den Orientierungssinn, denn bei dieser Fahrt dreht man sich in den Gondeln horizontal und vertikal um die eigene Achse. Mut erfordert die rasante Fahrt im „Turbo Force“. Ein langer Arm, an dessen Enden je eine freischwingende Gondel angebracht ist, schaukelt sich in eine Höhe von 40 Metern. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h stürzen die Gondeln dann in die Tiefe und in Loops, bei denen einem der Atem stockt. Einen Nervenkitzel der besonderen Art bietet auch der „Countdown“, ein 59 Meter hoher Freifall-Turm. Bevor es hier im freien Fall in die Tiefe geht, kann man einen fantastischen Blick über Stuttgart und das Festgelände genießen.

Gruselig wird es im „Daemonium“, das erstmals auf dem Volksfest vertreten ist. Die größte mobile Geisterbahn der Welt versetzt ihre Besucher auf vier Ebenen in Angst und Schrecken. In einem Zug aus drehbaren Gondeln werden die Besucher „mitten hinein ins Grauen“ gefahren und stets so gedreht, dass sie alle Effekte frontal erleben.
Artistische und technische Höchstleistungen gibt es in der „Show der Sensationen“ zu erleben, der modernsten und größten Auto-Motor-Sport-Schau, die sich schon im vergangenen Jahr als echter Publikumsmagnet erwiesen hat.

Vergnügen gibt es beim größten Schaustellerfest Europas in vielen Variationen zu erleben. Die „Alpina Achterbahn“, die „Wilde Maus“, die „Geisterbahnen“ oder der „Musikexpress“ – sie alle sind bereits Klassiker. Nicht fehlen dürfen beim Volksfest aber auch die Riesenrutsche, die vielen traditionellen Karussells und die Show- und Revuebühnen. Ob Motorsportschau, Schaukämpfe oder die oft angekündigten „menschlichen Sensationen“: Das ist pures und unverwechselbares Volksfestflair!

Eine ganz besonderes Erlebnis ist auch ein Gang über den traditionellen Krämermarkt mit seinen 59 Marktständen. Die Händler versprühen beim Anpreisen ihrer Waren einen ganz besonderen Charme und so wird der Volksfestbesuch rasch zum Einkaufsbummel. Das Angebot ist bunt und vielseitig und reicht von Textilien, Lederwaren über Kissen, Hüte, Haushaltswaren, Modeschmuck bis zu Gewürzen und Kräutern.

Volksfestzeit ist Bierzeit – aber auch der Wein fehlt nicht
Mit ihren typischen Festzelten prägen vier große Brauereien das Bild des 161. Cannstatter Volksfestes: Im Schwaben Bräu-Zelt begrüßt Festwirt Alexander Laub seine Gäste, im Hofbräu-Zelt ist es Festwirt Hans-Peter Grandl, im Dinkelacker-Zelt die Familien Klauss und im Fürstenberg-Zelt Peter Brandl. In den herrlich geschmückten Zelten fließt der Gerstensaft in die Maßkrüge und dazu gibt es viele kulinarische Köstlichkeiten. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Zelte der Festwirte Karl Maier (Göckelesmaier), Max Rudi Weeber (Wasenwirt) und Sonja Renz (Erlebniszelt).

Für die richtige Stimmung sorgen die Musikkapellen und Bands auf den Bühnen. Die Festwirte warten in ihren Zelten mit einem abwechslungsreichen Musikprogramm auf und dabei werden auch die Stimmbänder gefordert. Das gilt in gleichem Maße für die beiden Weinzelte von Henriette Stamer und Dieter und Siegfried Zaiß, denn längst zählen auch viele Weintrinker zu den Stammgästen beim Volksfest.

Eine ganz andere Facette des Volksfestes bietet das „Französische Dorf“. Rund um den „kleinen Eiffelturm“ werden Köstlichkeiten aus unserem Nachbarland angeboten: Flammkuchen, Quiche Lorraine, Bouillabaisse, Austern, Champagner oder Käse gibt es zu genießen. Die Kulisse im Stil französischer Architektur verwandelt diesen Teil des Wasens in ein Stadtviertel von Paris.

Mittwochs ist Familientag auf dem Cannstatter Volksfest
Das Volksfest ist vor allem ein Vergnügen für die ganze Familie. Zu den beliebten Familientagen mit vielen Ermäßigungen und kinderfreundlichen Preisen lädt das Volksfest immer mittwochs ein. Am 27. September und am 4. Oktober dreht sich ab 12.00 Uhr alles um die Familien. Es gibt zahlreiche Vergünstigungen bei den Fahrgeschäften und auch die Festwirte locken mit speziellen Angeboten und Kindertellern. Der Clown Rudi Balloni knotet Luftballone zu drolligen Tieren und an zwei Schminkstationen können sich die Kinder - ganz nach Wunsch - in ihr Lieblingstier oder in lustige Fabelwesen verwandeln lassen.

20 Minuten explosiver Funkenregen beim Musikfeuerwerk
Zu den Höhepunkten des Cannstatter Volksfests zählt immer wieder das traumhafte Musikfeuerwerk. Dieses Jahr wird es aus Rücksicht auf die Tiere des Landwirtschaftlichen Hauptfestes um eine Woche verschoben. Als fulminanter Abschluss des Volksfestes wird es am Sonntag, 8. Oktober, ab 21.45 Uhr den nächtlichen Himmel in ein eindrucksvolles Lichtermeer verwandeln.

Text: in.Stuttgart, Jörg Klopfer
Fotos: Andreas Rosar