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Maßnahmen der Stadt Stuttgart gegen Feinstaub
gezielte Maßnahmen, um die vorgeschriebenen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid einzuhalten

Feinstaub Kehrmaschine Stadt Stuttgart - fotoagentur stuttgart
die Feinstaub-Kehrmaschine der Landeshauptstadt Stuttgart wurde am 17. November 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Feinstaub Kehrmaschine Stadt Stuttgart - fotoagentur stuttgart
Feinstaub Kehrmaschine Stadt Stuttgart - fotoagentur stuttgart
Feinstaub Kehrmaschine Stadt Stuttgart - fotoagentur stuttgart
Stuttgart - Um die teils extrem hohe Feinstaubbelastung an Straßen in der Landeshauptstadt Stuttgart zu senken, setzt die Stadtverwaltung jetzt auch auf neue Technik im Bereich der Straßenreinigung. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) ermittelt in einem sechsmonatigen Großversuch am Neckartor, ob das von der Firma Faun speziell entwickelte Reinigungsfahrzeug dem Feinstaub mit Erfolg zu Leibe rücken kann. Der Großversuch wird von zwei Instituten der Universität Stuttgart wissenschaftlich begleitet.

Der Feinstaubsauger sieht aus wie ein normales Reinigungsfahrzeug. "Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass es sich hier um ein Fahrzeug handelt, das eine spezielle Aufgabe erfüllt" , so der Geschäftsführer des Eigenbetriebs AWS, Dr. Manfred Krieck. Diese Kehrmaschine verfügt über einen speziellen Filter auf Keramikbasis, der 99,5 Prozent der Feinstaubpartikel zurückhält. Ist ein Filterelement voll, wird mittels eines Pressluftstoßes ein so genannter Filterkuchen erzeugt, der im normalen Schmutzbehälter des Fahrzeugs gesammelt wird.

Untersuchungen zeigen, dass Autos und Lkw rund 40 Prozent der auf der Straße liegenden Feinstaubpartikel aufwirbeln. Der Leiter des Arbeitsbereichs Technik und Analytik der Luftreinhaltung des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart, Dr. Martin Reiser, rechnete bei der Vorstellung des Fahrzeugs vor, dass mit der neuen Technik rund die Hälfte der Partikel beseitigt werden können.

Während des Großversuchs werden möglichst viele Fahrspuren mehrmals am Tag gesäubert. Um gründlich zu reinigen, fährt die Kehrmaschine dabei nicht schneller als ein bis drei Kilometer pro Stunde. "Um den fließenden Verkehr im Bereich Neckartor, den täglich mehr als 80 000 Fahrzeuge passieren, nicht übermäßig zu behindern, wurden die Einsatzzeiten der Kehrmaschine außerhalb des Berufsverkehrs gelegt", sagte Krieck.

Die Versuchsstrecke umfasst das Gebiet am Neckartor, speziell die stark frequentierte und damit am stärksten mit Feinstaub-Partikeln belastete Cannstatter Straße (B 14). In diesem Bereich wurde an der bereits vorhandenen Messstation die Überschreitung des Grenzwerts gemessen. Für den Versuch wurden inzwischen zwei weitere Messstationen installiert.

Text: Pressestelle Stadt Stuttgart
Fotos: Andreas Rosar, Fotoagentur-Stuttgart