© Fotoagentur Rosar Stuttgart

Site Navigation



Besucher seit dem 01.01.07


TRADITIONAL HIPPIE CONVENTION
vom 14. bis 17. Juli 2005 auf Burg Herzberg in Breitbach/Hessen

Breitenbach - Über 6000 Tausend Hippies aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt feiern friedlich das größte Hippiefest Europas. Die neuen Veranstalter haben es geschafft, das Burg Herzberg Festival zum zweiten Mal wieder neu zu beleben. Das musikalische Spektrum reicht von Psychedelic zu Blues bis zu Beat, Krautrock und Worldmusic.
Der Donnerstag wurde eingeläutet mit der schon legendären Herzberg Session Band, die sich aus verschiedenen Musikern des Wochenendes zusammensetzt. Das absoluten Highlight am Freitag waren die Woodstock Veteranen Big Brother & the Holding Company. 3 Leute sind von der Originalbesetzung noch verblieben. Auch die Sängerin konnte überzeugen, auch wenn natürlich niemand die einmalige Janis Joplin ersetzten kann.
Den Abschluss der Freitag Nacht machten Space Ritual, eine Band die aus ehemaligen Hawkwind Musikern besteht. Auch sie wussten musikalisch voll und ganz zu überzeugen. Die Lightshow erreichte allerdings nicht ganz das Niveau von Hawkwind.
Am Samstag ging es dann weiter mit Krautrock. Dieses Jahr wurden Epitaph und Jane verpflichtet. Ten Years After, auch eine Band die bereits auf der Mutter aller Festivals dem legendären Woodstock gespielt haben, rockten ebenfalls den Herzberg. Den Abschluss Ihres Sets bildetet wie schon damals „I’m Going home“. Die Hauptband des Abends war aber Manfred Mann’s Earth Band. Der Herzberg brodelte als die Band Ihre Klassiker wie „Pretty Flamingo“ und „Mighty Quinn“ intonierte.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Worldmusic im weitesten Sinne.
So traten unter anderem das Bucovina Club Orkestar vom Balkan auf und brachte fast alle Hippies zum Tanzen. Das Finale war der Auftritt von Tito und Tarantula, bekannt aus der Filmmusik zu Trantinos „From Dusk Till Down“. Souverän spielte die Band ihren Tex-Mex-Rock und bildete so den würdigen Abschluss des Festivals. Neben dieser hochkarätigen Besetzung spielt aber auf dem Herzberg ganz einfach die ganz besondere Atmosphäre eine Rolle. Es geht hier einfach wesentlich friedlicher zu als auf ähnlich großen Events. So nahmen Zum Beispiel die Fans eine Wartezeit von einer Stunde am Donnerstag Abend gelassen hin.
Es ist ein Festival für jung und alt. Die ältesten Besucher sind Althippies um die 60, die jüngsten sind Kinder, die mit Ihren Eltern gekommen sind, und für die im Kinderdorf ein abwechslungsreiches und buntes Betreuungsprogramm geboten wurde. Mit Klangspielen , Stelzenlaufen, Schminken, etc. Das alternative Publikum setzt sich hauptsächlich aus Hippies, Ökos und Dreadheads zusammen aber auch Punks, Gothiks und Rocker wurden gesichtet. Das bunte treiben ist einmalig. Ob Gaukler, Jongleure mit brennenden Fackeln, bunte Stände mit Kleidung und Hippieschmuck, exotischem Essen. (ZB.: Indisch, indianisch, südamerikanisch, vegetarisch, ökologisch).Und genau diese Stände sind auch ein Novum. Hier decken sich die meist bunt gewandeten Blumenkinder bei professionellen Händlern und Gelegenheitsverkäufern mit indischen Hemden, nepalesischen Röcken, mexikanischen Jacken, Batikhosen und selbstgebasteltem Schmuck ein.
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Auf ein Herzberg 2006.
Text: Dominik Rathgeb
Fotos: Andreas Rosar
nachzulesen auch unter
reporter.cx1.de